Microsofts Surface Laptop Ultra bringt Nvidias Arm-basierten Chip RTX Spark zu Windows, ab 2.599 $
Microsoft und Nvidia haben bei einer Veranstaltung in San Francisco die Vorbestellungen für die ersten Laptops mit RTX Spark eröffnet, die Auslieferung beginnt am 16. Oktober. Microsoft stellte zudem Änderungen an Windows für KI-Agenten vor, die auf dem PC laufen.
Das Wichtigste
- 1Das Surface Laptop Ultra ist Microsofts erstes Surface-Notebook mit Nvidias Arm-basiertem Chip RTX Spark (N1X); Vorbestellungen laufen, die Auslieferung beginnt am 16. Oktober.
- 2Die Preise beginnen bei 2.599 $ (18-Kern-CPU, 24 GB, 512 GB); The Register beziffert das 20-Kern-Modell mit 128 GB und 1 TB auf 5.899 $, und heise fand das Basismodell für 2.900 EUR gelistet.
- 3Acer, Asus, Dell, HP, Lenovo, MSI und Gigabyte bauen ebenfalls RTX-Spark-Systeme; der Mini-PC Surface RTX Spark Dev Box kostet 5.999 $ und wird im November ausgeliefert.
- 4Laut The Register beruht die Angabe von einem Petaflop auf 2:4-Sparsity; die praktische Spitzenleistung schätzt die Publikation eher auf 500 TeraFLOPS.
- 5Microsoft hat die Microsoft Execution Containers für Hintergrund-Agenten allgemein verfügbar gemacht und gibt Copilot im Rahmen von Hybrid Intelligence Zugriff auf lokale Dateien.
Die ganze Meldung
Microsoft und Nvidia haben ein Windows- und Surface-Event in San Francisco am Mittwoch, dem 7. Oktober, genutzt, um die ersten PCs auf Basis von RTX Spark vorzustellen, Nvidias Arm-basiertem System-on-Chip, das auch als N1X bekannt ist. Microsofts eigenes Modell, das Surface Laptop Ultra, kann ab sofort vorbestellt werden und soll am 16. Oktober erscheinen – an dem Datum, das Nvidia allgemein für Laptops mit RTX Spark nennt; kompakte Desktop-Rechner sollen im November folgen. The Register fasste den Start in seiner Überschrift so zusammen, dass Microsoft bei diesem Surface Intel zugunsten von Nvidias Chips fallen lässt, während The Verge RTX Spark als Nvidias Einstieg in Arm-basierte PC-Prozessoren beschreibt. Auf der Bühne sprachen Microsoft-CEO Satya Nadella und Nvidia-CEO Jensen Huang darüber, wie die beiden Unternehmen Hardware und Software gemeinsam entwickeln, damit KI-Agenten auf Windows-PCs laufen können.
The Verge und The Register nennen einen Einstiegspreis von 2.599 $ für eine Konfiguration mit 18-Kern-CPU, 24 GB Arbeitsspeicher und 512-GB-SSD; das Topmodell mit dem 20-Kern-Chip, 128 GB Arbeitsspeicher und 1 TB Speicherplatz beziffert The Register auf 5.899 $. Der 15-Zoll-Touchscreen nutzt ein Mini-LED-Panel, behält Microsofts übliches Seitenverhältnis von 3:2 bei und erreicht eine Spitzenhelligkeit von 2.000 Nits. Zu den Anschlüssen gehören laut The Register drei USB-C-Ports, HDMI in voller Größe, ein SD-Kartensteckplatz und ein einzelner USB-A-Anschluss. An einen der USB-C-Ports lässt sich ein magnetisch haftendes Ladekabel anschließen, was Microsoft Magnetic Connect nennt; The Verge weist darauf hin, dass der Port weiterhin wie jeder USB-C-Port Daten und Video überträgt. Microsoft zufolge hat das Kühlsystem 2,5-mal so viel Kapazität wie in früheren Surface-Notebooks, und die SSD kann vom Nutzer ausgetauscht werden, berichtet The Register.
Pavan Davuluri, Executive Vice President für Windows und Geräte bei Microsoft, sagte, der Laptop sei rund um RTX Spark gebaut worden und man könne „auf diesem Laptop Modelle ausführen, die auf einen herkömmlichen Rechner schlicht nicht passen“. Nvidias eigene Spezifikationen nennen eine Blackwell-RTX-GPU mit bis zu 6.144 Kernen, eine Grace-CPU mit bis zu 20 Kernen, eine Verbindung mit 600 GB/s zwischen beiden, bis zu 128 GB Unified Memory und ein Petaflop KI-Leistung in FP4. Heise erklärt, dass es den Chip in zwei Versionen gibt: eine vollständige mit 20 CPU- und 6.144 GPU-Kernen und eine reduzierte mit 18 CPU- und 5.120 GPU-Kernen, die höchstens 32 GB Speicher adressieren kann; jede Konfiguration mit 64 GB oder mehr nutzt daher den vollständigen Chip. Heise und The Register sehen das Design eng mit GB10 verwandt, dem Chip in Nvidias Mini-PC DGX Spark, und laut The Register wurde die CPU von MediaTek und Arm entworfen. The Register stellt zudem die Spitzenangabe infrage: Das Petaflop beruht auf 2:4-Sparsity, die kaum eine aktuelle Inferenz-Arbeitslast nutzt, sodass der reale Spitzenwert eher bei 500 TeraFLOPS liegt – immer noch vor AMDs Chips Strix und Gorgon Halo.
Nvidia führt neben Microsoft Acer, Asus, Dell, HP, Lenovo, MSI und Gigabyte als Hersteller von RTX-Spark-Systemen auf, die erstmals Mitte des Jahres auf der Computex gezeigt wurden, wie heise anmerkt. Zum Start zählt heise zwei Laptops der Reihe Asus ProArt mit 14- und 16-Zoll-Bildschirm sowie je ein Großbildmodell der übrigen Hersteller: Dell XPS 16, HP OmniBook Ultra 16, Lenovo Yoga Pro 9 und MSI Prestige N16 Flip. In den ersten von heise geprüften Shop-Einträgen war das Surface Laptop Ultra mit 24 GB und 512 GB für 2.900 EUR die günstigste Option; Modelle von Asus, HP, Lenovo und MSI mit 32 GB und 1 TB tauchten alle zu identischen 3.300 EUR auf, 64-GB-Versionen lagen um 4.300 EUR, und ein Asus ProArt 16 mit 128 GB und 2 TB erreichte 6.700 EUR. Heise betrachtet den 16. Oktober als frühestmöglichen Termin, da einige Händler derzeit eine Lieferung erst in der zweiten Novemberhälfte anzeigen.
Für Entwickler hat Microsoft die Vorbestellungen für die Surface RTX Spark Dev Box geöffnet, einen Mini-PC für 5.999 $, der im November ausgeliefert werden soll. Laut The Verge hat er 128 GB Unified Memory und eine thermische Leistungsgrenze von 100 Watt und ist für lokale KI-Arbeit wie das Testen von Modellen und das Prototyping von Agenten gedacht. The Register merkt an, dass er weniger kostet als der ähnlich ausgestattete DGX Spark, der inzwischen 6.950 $ kostet, wobei dieser 4 TB statt 2 TB Speicherplatz hat. Bei der Veranstaltung gab es zudem einen Ausblick auf DGX Station for Windows, ein Deskside-System auf Basis des GB300 Grace Blackwell Ultra Desktop Superchip mit 748 GB kohärentem Speicher und bis zu 20 PetaFLOPS FP4-Rechenleistung. Bisher lief DGX Station unter Linux; Nvidia sagt, Linux-KI-Werkzeuge blieben über WSL erreichbar. Die Quellen nennen dafür weder Preis noch Erscheinungstermin.
Auf der Softwareseite kündigte Microsoft die allgemeine Verfügbarkeit der Microsoft Execution Containers (MXC) an, die Nvidia als Infrastruktur auf Betriebssystemebene beschreibt, mit der Agenten unter der Kontrolle von Windows im Hintergrund weiterlaufen können. „Wir bauen diese Grundbausteine direkt in Windows ein, damit Agenten abgesichert, beobachtet und gesteuert werden können“, sagte Davuluri. The Verge berichtet, dass Copilot Zugriff auf lokale Dateien und die Fähigkeit erhält, Aktionen im gesamten Betriebssystem auszuführen – Teil eines Konzepts, das Microsoft Hybrid Intelligence nennt und bei dem Aufgaben zwischen lokalen und Cloud-KI-Modellen aufgeteilt werden; eine neue Sucherfahrung bietet zudem Schnellaktionen aus der Suchleiste. Laut The Register wählen die hybriden Funktionen je nach Konnektivität, Datenschutz, Kosten und Komplexität ein Modell auf dem Gerät oder in der Cloud aus und sollen in den kommenden Monaten zu Windows 11 kommen. Davuluri sagte außerdem, dass Metas KI-Agent Muse eine native Windows-App bekommen werde, nannte aber kein Datum.
Warum es wichtig ist
RTX Spark markiert Nvidias Einstieg in Arm-basierte Prozessoren für Windows-PCs; The Register wertet den Surface-Start als Verlust für Intel und nennt AMDs Chips Strix und Gorgon Halo als Konkurrenz. Das zentrale Argument der Hersteller ist der Speicher: Bis zu 128 GB, die sich CPU und GPU teilen, sollen größere KI-Modelle auf dem Gerät statt in der Cloud laufen lassen. Die Preise platzieren diese Geräte an der Spitze des Marktes, und die Leistungsangaben stammen von den Herstellern; der Sparsity-Vorbehalt von The Register ist daher ein Grund, unabhängige Tests abzuwarten. Dass Copilot und andere Agenten Zugriff auf lokale Dateien erhalten, wirft zudem Sicherheitsfragen auf, die Microsoft beantworten will, indem Agenten in MXC unter der Kontrolle von Windows laufen.
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Themen#Microsoft#Nvidia#Surface Laptop Ultra#RTX Spark#Windows#Arm
Quellen
Diese Meldung stützt sich auf die folgenden Quellen. Lesen Sie sie für den vollständigen Kontext.
- 1NVIDIA · PrimärquelleNVIDIA, Microsoft Kick Off a New Beginning for Windows PCs With RTX Spark and AI Agentsblogs.nvidia.com
- 2The Verge · NachrichtenberichtEverything announced at Microsoft's Surface Laptop Ultra eventwww.theverge.com
- 3The Register · NachrichtenberichtMicrosoft N1Xes Intel in favor of Nvidia's shiny new SoCs in Surface Laptop Ultrawww.theregister.com · 8. Oktober 2026
- 4heise online · NachrichtenberichtSurface Laptop Ultra und andere Notebooks mit RTX Spark jetzt vorbestellbarwww.heise.de · 8. Oktober 2026

