AWS Transform kann jetzt Azure-SDK-Code in .NET-Anwendungen in AWS-SDK-Code umwandeln
Laut AWS schreibt der .NET-Modernisierungsagent Aufrufe ausgewählter Azure-Dienste jetzt auf ihre AWS-Pendants um; abgedeckt wird Anwendungscode, nicht aber Infrastruktur.

Das Wichtigste
- 1AWS hat die Code-Konvertierung vom Azure SDK zum AWS SDK in AWS Transform allgemein verfügbar gemacht, angekündigt am 16. Oktober.
- 2Unterstützte Pfade laut AWS: Azure Functions zu Lambda, Blob Storage zu S3, Queue Storage zu SQS; Cosmos DB zu DynamoDB ist in der Preview.
- 3Die Funktion konvertiert laut Benutzerhandbuch ausschließlich Anwendungscode und migriert keine Cloud-Infrastruktur.
- 4Konvertierungsoptionen erscheinen im Bewertungsbericht und im Modernisierungsplan und lassen sich anpassen oder abwählen.
- 5Nicht konvertierbarer Code wird laut AWS in TODO-Kommentaren, Platzhaltercode oder einer generierten Next Steps-Datei markiert.
Die ganze Meldung
AWS hat die Code-Konvertierung vom Azure SDK zum AWS SDK in AWS Transform allgemein verfügbar gemacht, wie aus einer am 16. Oktober veröffentlichten Ankündigung hervorgeht. Das Unternehmen präsentiert die Funktion als schnelleren Weg, für Microsoft Azure entwickelte Cloud-native .NET-Anwendungen auf AWS zu bringen. Laut AWS findet der .NET-Modernisierungsagent in AWS Transform Code, der Azure-Dienste aufruft, und schreibt ihn so um, dass er die entsprechenden AWS-Dienste nutzt.
AWS führt vier unterstützte Konvertierungen auf: Azure Functions werden als AWS Lambda-Funktionen umgeschrieben, Code für Azure Blob Storage wird auf Amazon S3 und Code für Azure Queue Storage auf Amazon SQS übertragen, während die Umwandlung von Azure Cosmos DB-Code in Amazon DynamoDB als Preview angeboten wird. Im Benutzerhandbuch heißt es, dass nur diese aufgeführten Dienste konvertiert werden; für andere Dienste wird AWS Transform custom oder ein KI-Codierassistent wie Kiro vorgeschlagen. AWS weist zudem darauf hin, dass die Funktion ausschließlich Anwendungscode behandelt und keine Cloud-Infrastruktur migriert.
Laut AWS erkennt der Dienst das Azure SDK im eingereichten Quellcode und stellt Konvertierungsoptionen in seinem Bewertungsbericht und Modernisierungsplan dar, die Nutzer vor dem Start der Modernisierung annehmen oder anpassen können. AWS gibt an, anschließend zu prüfen, ob die Änderungen in den transformierten Code übernommen wurden. Die Dokumentation beschreibt die Konvertierung für geeignete moderne .NET-Anwendungen als automatisch, wobei sich das Verhalten über den Chat mit dem Agenten, Änderungen am Plan oder ein Steuerungsdokument anpassen lässt – etwa um einzelne oder alle Konvertierungen zu überspringen, Namenskonventionen festzulegen, die Ausführlichkeit von Kommentaren zu ändern oder Blob Storage-Code statt auf S3 auf DynamoDB auszurichten.
Code, der auf AWS keine Entsprechung hat, wird markiert statt konvertiert: Laut Benutzerhandbuch wird er mit TODO-Kommentaren gekennzeichnet, als Platzhaltercode (Stub) belassen oder in einer von AWS Transform erzeugten Markdown-Datei namens Next Steps festgehalten. AWS zufolge wird AWS Transform in acht AWS-Regionen angeboten, nämlich Frankfurt und London in Europa, Mumbai, Tokio, Seoul und Sydney im asiatisch-pazifischen Raum sowie Kanada (Zentral) und USA Ost (Nord-Virginia).
Warum es wichtig ist
Das Umschreiben dienstspezifischer SDK-Aufrufe ist ein erheblicher Teil der Arbeit, wenn .NET-Anwendungen von Microsoft Azure wegmigriert werden. AWS automatisiert einen Teil dieser Arbeit für eine kleine Gruppe von Diensten; Teams müssen die Infrastruktur jedoch weiterhin separat migrieren und sich um jeden Code kümmern, den das Werkzeug als nicht konvertiert markiert.
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Themen#AWS Transform#Microsoft Azure#.NET#Cloud-Migration#AWS Lambda#Code-Modernisierung
Quellen
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